Was fasziniert mich mittlerweile ein halbes Leben lang als Geograph, Autor und Her-ausgeber geographischer Schulbücher und (mittlerweile pensionierter) Geographie-lehrer an der UM-fassenden Geographie?

Es ist wohl die herausragende Eigenschaft und Kompetenz dieser synoptischen Wissenschaft, nämlich Sachverhalte, Strukturen und Prozesse aus den unterschied-lichsten Forschungs- und Lebenserfahrungsbereichen auf einen Raum zu projizieren, so wie es der Lichtkegel einer Taschenlampe oder eines Scheinwerfers tut, klein-räumig, regional, global, wirtschaftlich, politisch, historisch, gleichermaßen aktuell, analytisch, synoptisch und mahnend - so wie es eben eine Lebenslehre tut.

Geographie handelt in der Welt und be-handelt die Welt - stets aus räumlichen Perspektiven heraus. Sie ist Brücke zwi-schen Natur- und Sozialwissenschaften. Sie ermöglicht die Betrachtung komple-xer Sachverhalte, Mechanismen und Prob-lematiken.

Am Eiffelturm, Paris

Die naturwissenschaftlich ausgerichtete Physische Geographie untersucht und be-gründet vorwiegend naturgesteuerte Zu-sammenhänge und Prozesse auf unserer Erdoberfläche, in unseren Ozeanen und in der Erdatmosphäre.
Gesellschaftswissenschaften stellen die Basis der Humangeographie dar. Sie the-matisiert Strukturen und Prozesse von Sozialgefügen, Ökonomien und Kulturen im Allgemeinen immer mit dem Ziel, die Raumbezogenheit und Raumwirksamkeit menschlichen Handelns zu erörtern.

In der etruskischen Toskana